Yuma 4×4

Media and Communications

Programmatic Advertising: Definition und Vorteile | morefire Kneipentalk

Programmatic Advertising: Definition und Vorteile | morefire Kneipentalk


Hi zusammen! Willkommen zum morefire Kneipentalk! Ich habe mir heute einen ganz speziellen Gast eingeladen: Siamac, für mich so der Missionar, was das Thema Programmatic Advertising angeht in Deutschland. Zum Wohl erst mal! Und stell Dich doch mal kurz vor Siamac! Ja, hallo mein Name ist Siamac. Ich bin Gründer Managing & Partner bei der Firma “Echten Liebe” Programmatic Marketing Agentur seit circa 9 Jahren dabei, quasi von der ersten Stunde an, im Programmatischen bei der Firma Max hat gestartet, die das Thema ATB einst im deutschen Markt gelauncht hat, dort 3 Jahre gewesen, kurze Station bei Data Zoo, die das Unternehmen aufgekauft haben, oder gekauft haben, und dann bei der Firma GDM Digital gewesen, ein britisches Trading-Desk, habe da das Deutschland-Geschäft aufgebaut und geleitet bis auch dieses Unternehmen gekauft wurde und dann halt “Echte Liebe” gegründet, parallel war ich noch bei der IPG Mediabrands als Interimsmanager für den Trading-Desk cabrio fahren wo ich auch den quasi mitgestaltet und seit, ja wie gesagt, 4 Jahren eben parallel halt und jetzt halt eben Hauptamt dieser 2 Jahren wieder bei der “Echten Liebe”, mittlerweile eine der glaube ich größten oder eigentlich die einzige Programmatic Marketing Agentur im deutschsprachigen Raum, mir sind keine anderen bekannt. Ja, so fiel erst mal zu meiner Person. 23 Jahre alt, ist ganz wichtig. Seit 23 Jahren wie wir alle. Dann erklär doch mal Leuten wie mir, die dauernd an irgendwelchen Ecken das Wort “Programmatic” hören, was das überhaupt bedeutet, oder Programmatic Advertising. Was ist das? Programmatic Advertising ist erst mal der datengetriebene Einkauf von Media-Inventar. Ursprünglich war es mal Display Advertising oder Display Media und sukzessiv werden immer mehr Kanäle angeschlossen. Wie gesagt, lange Zeit war es nur Display, dann kam Video mit dazu, Mobile Inventar kam mit dazu, ich meine da sind die Sachen ja auch nicht anders als auf dem Desktop. Es ist auch eben erst mal ein Display oder ein Video, was da ausgeliefert wird, Mechanik grundsätzlich also vergleichbar, aber halt eben schon leicht andere Ansätze dort. Dann kam irgendwann das Thema “Out-Of-Home” mit dazu, Radio kam mit dazu, wobei da muss man auch wieder sagen, da dann hauptsächlich digitale Themen, aber auch noch nicht so weit, dass man jetzt halt eben von “vollumfänglich angeschlossen” sprechen könnte und jetzt aktuell wird das Thema TV gerne also im Vorfeld, bei der Dmexco auch gepitcht, aber auch da sind wir gerade in den Kinderschuhen. Ja, also es kommen immer mehr Sachen dazu. Der wesentliche Aspekt hier ist eigentlich, dass es das Thema “Datengetrieben” sein sollte. Da trennt sich aber so ein bisschen jetzt gerade die Spreu vom Weizen. Die einen reden eigentlich von Promatic, meinen aber Automated Buying mehr oder weniger. Der datengetriebene Aspekt fällt eher in den Hintergrund. Wir als “Echte Liebe” haben halt das Thema Data im Vordergrund, also quasi als Mittelpunkt von allem, heißt, dass für uns halt eben eine saubere Datengrundlage schon der Konzeption, abgeleitet von Unternehmensvision- und strategie die Grundlage für alles ist und darauf aufgesetzt werden halt die richtigen Media-Kanäle ausgesucht, wo wir dann halt eben programmatisch halt Media einkaufen würden, aber nicht einfach pauschal. Da ist hier angeblich so ein Vermarkter, der hat die Zielgruppe XY und da kauft man einfach mal anderen basiert Media ein. Das machen wir nicht, sondern halt auf Basis von harten Daten wird halt letztendlich alles definiert und letztlich sind auch dann halt die Reaktionen von Endverbrauchern, in welcher Form auch immer, ob es jetzt halt im Rahmen einer xxxxxx , Maßnahme ist oder an der Performance Maßnahme gemessen kann, gemessen werden kann alles, ausschlaggebend für alle weiteren Entscheidungen im Bezug auf die Auslieferung von Media. Und unsere große Vision ist eigentlich, dass zukünftig das Thema Daten noch mehr in den Vordergrund rückt oder in den Mittelpunkt aller Gedanken rückt, weil dann halt eben ja sozusagen für die Endverbraucher wiederum richtig umgesetzt halt eben schon wieder dass die eine Form des Werbeerlebnisses entstehen kann, was momentan eigentlich eher nicht der Fall ist. Wenn ich mir halt so die ein oder andere Retargeting- Maßnahmen anschaue, das ist ja eine Overdosen des Endverbrauchers Das ist ja ein großer Anbieter, den alle kennen. Genau. ..von dem jeder genervt ist. Richtig. Und das ist halt eben eher ein Raubbau am Endverbraucher und das ist eigentlich auch jedem klar nur keiner mag es nicht gerne anzusprechen weil dann doch der Profit wieder im Vordergrund steht und das andere Thema ist halt, dass ich mein Video, klar wir haben jetzt nur eine begrenzte Videoreichweite, aber da dann das x-te Video, was halt komplett farblos ist, auf der xxxxx dass es nicht für uns wirklich mit den programmatischen Tools richtig umgegangen. Was ist denn Programmatic zum Beispiel nicht? Also es gibt ja immer viele, gerade Agenturen, erzählen ja was von Programmatic und haben einfach nur das Wort Display Advertising ausgetauscht für das Wort Programmatic meinem Gefühl zumindest. Was ist denn das nicht zum Beispiel? Also Programmatic ist nicht für mich, wenn ich halt einfach nur ohne wirklich eine Zielsetzung zu haben, Werbefläche einkaufe mit irgendwie Werbung belege. Das kann man grundsätzlich vielleicht so verkaufen, aber grundsätzlich sollte halt der Werbetreibende schon mehr Fragen stellen beim Thema GDN habe ich auch eine andere Meinung. Für mich ist das ist eben auch kein Programmatic. Für manche Leute schon. Die verkaufen es ihrem Kunden als Programmatic. Und ja, also wie gesagt, ich bin da eher so ein bisschen nicht der Evangelist, sondern eher der Katholizist, dass ich mich halt eher an die ursprüngliche Lehre halte und die ist halt eben, wie gesagt, datengetrieben. und Das fehlt mir halt bei vielen Ansätzen. Das heißt zuerst saubere Daten bekommen und dann überlegen, was für Systeme angeschlossen werden. So und ich muss ja gucken, wo ist denn meine Zielgruppe unterwegs und wenn ich halt eben höre Nettoreichweite. Nettoreichweite ist eine KPI, die stammt aus dem Zeitalter. Da war halt die Domäne, TV oder halt Print dieses Thema Nettoreichweite heute noch anzuwenden auf zum Beispiel nehmen wir jetzt einfach mal der Einfachheit halber das Thema Display Advertising. Was soll dabei rauskommen, dass ein User ein Werbemittel einmal gesehen hat und was soll da für eine Werbewirksamkeit erreicht worden sein? Also was messe ich damit, dass ich halt… also was soll das für eine Marke bringen? Dann werden das ja irgendwelche KPI’s sein, mit denen bestimmte Agenturen Umsatz machen. Darum geht es wahrscheinlich. Ganz genau. Es lief nicht mehr zeitgemäß und für viele unserer Kunden ebenso wenig. Die meisten wollen halt ganz andere Sachen reportet haben. Sachen, die halt eben auf ihre oder nicht nur Reportings, sondern auch daraufhin optimiert haben, die halt eben für Sie letztendlich den tatsächlichen Mehrwert bringen, also wo sie auch etwas über ihre Zielgruppe lernen, über die Umfelder, die von den Zielgruppen belegt werden und auch warum werden diese oder benutzt werden und warum werden diese Umfelder von den Zielgruppen genutzt und was kann ich daraus ableiten für meiner Marke. Was, wo kann ich mich als Marke weiterentwickeln. Darum geht es letztendlich, im Namen des Kunden, also das ist jetzt zumindest so wie ich sehe ich meine Rolle den bestmöglichen Ansatz konzipieren, gemeinsam mit dem Kunden und das auch transparent, nicht nur in dem Media Buy transparent machen, sondern eben auch die Konzeption transparent und nachvollziehbar zu machen, um halt eben für den Kunden den größtmöglichen Mehrwert herauszuholen und dann sich halt eben den ganzen Herausforderungen gemeinsam mit den Kunden, mit den Agenturen der Kunden, wenn da halt noch Agenturen dabei sind. Ist ja nun mal recht farbenfroh so eine Zusammensetzung für den Kunden zu erarbeiten und umzusetzen, ja. Gut. Also wir haben ja öfter wilde Diskussionen. Klar, ich komme aus der SEO Ecke, deswegen ist bei mir Google hat immer ein großes Thema und du bist ja immer so ein bisschen, wenn das Wort Google hörst, sich meistens deine Pulsschlagader hier, weil Google sich ja auch in diesem Programmatic Markt reinwagt oder drin ist. Drin ist. Und Google ist auch ein willkommener Partner, also nicht nur bei uns, sondern halt eben bei vielen anderen Unternehmen auch. Und Google, wie andere Suchmaschinen ist halt eben eine eine Station in der Journey eines Endverbrauchers. Und ich meine Google ist ja dann halt eben ein doch schon mittlerweile ein Konsortium aus zahlreichen Zukäufen von Technologien und Tools, was auch immer, also das haben viele Menschen gar nicht mehr auf dem Schirm, dass das mal ursprünglich nur eine Suchmaschine war, die mittlerweile um ganz viele Sachen halt gewachsen ist. Ja, gut durch diese ganzen Doubleclick-Intergrationen, durch Google Chrome, Analytics, sagt man ja, dass mittlerweile über 80 Prozent aller Webseiten irgendeinen Touchpoint zu Google haben. Ja, genau. Und das ist auch gut und das kann man auch alles nutzen. Also wie gesagt, ich habe ja keine Anti-Haltung gegen Google, ganz im Gegenteil. Ich bin halt seit Jahren, also seit 8, 9 Jahren ein treuer Google Kunde, also Gmail Kunde, ein Google+, das habe ich auch mal ausprobiert. Das hat mich halt nicht wirklich begeistert. Ich erinnere mich, ich erinnere mich an die SEOs, die damals gesagt haben dass wird Facebook vom Markt putzen. Ich hatte damals schon eine andere Sicht auf die Dinge. Ich glaube sämtliche SEOs haben mittlerweile ihre Blogbeinträge dazu gelöscht. Habt ihr die alle gelöscht? Muss mal nachgucken. Löschen im Memo. Gut, aber wie gesagt, es ist eben ein Partner von ganz vielen. Wir hatten 2011 noch circa 150 Unternehmen im Data-Driven auf dem Landscape, Data-Driven Ökosystem und mittlerweile sind es über 5.000 Dienstleister mit den verschiedensten Services, also es ist halt farbenfroh und meine Meinung, es ist meine individuelle, persönliche Meinung ist, dass man halt so viel wie möglich davon nutzen sollte oder zumindest mal probieren sollte, sich selber also ein bisschen challengen, ausprobieren und wie gesagt Google ist nach wie vor ein zuverlässiges Tool oder die Angebote von Google sind zuverlässig. Sie müssen nur richtig eingesetzt werden und das ist eigentlich so mein größeres Bedenken, dass halt diverse Unternehmen Sachen halt einfach einsetzen, aber gar nicht so wirklich verstanden haben, wie die Sachen zusammenwirken und gerade in der Diskussion, ich meine für mich ist halt ganz klar du musst ein sauberes SEA, du musst ein sauberes SEO haben, um letztendlich den Endverbraucher, den du bei Programmatic berührt hast, erreicht hast, wieder abzuholen oder halt auch ein sauber aufgestelltes Amazon Funnel. Richtig, richtig. Also wenn du jetzt natürlich ein Amazon, wenn du halt ein E-Commercer bist und du hast halt eben Waren, die es jetzt auf dem Amazon gibt, da musst du verdammt noch mal auch dafür Sorge tragen, dass halt eben Leute, die halt erreicht wurden, in der Produktsuchmaschine Amazon dich auch finden und nicht deinen Wettbewerb. Ich mein sonst machst du halt Werbung für deinen Wettbewerb ganz einfach. Das heißt, genau. Das heißt du Man muss halt ganzheitlicher denken und das fehlt mir halt eben zum Teil bei Unternehmen, die halt aus so einer kompletten Google Ecke gewachsen sind, dass sie halt eben Was sehr viele sind, also bei Google oder SEO, SEA früher. Das war was relativ nah, relativ weit unten im Funnel ist, nah am Umsatz. Und bei mir ist die Evolution halt umgekehrt. Ich bin halt eben, ich habe mal eine Zeit lang in einer Content Firma verbracht. Das war quasi mein Entrance in das Digitale. Und da habe ich halt gelernt, dass Content, Unique Content super wichtig ist, also wenn du halt eben gefunden werden willst auf einer Suche, auf den Suchmaschinen, also 2009, der Stand. So, und was haben wir denn dann? Ich habe halt eben zahlreiche Kunden umgesetzt, die halt irgendwo ein Performance Ziel haben, also nehmen wir jetzt mal ganz klassisch aus dem Jahr 2009 und ’10, da waren es halt Addressgenerierungs- unternehmen, die dann für Versicherungen entsprechende Leads generieren sollten und die wunderten sich immer, dass halt eben da keine Conversion zustande kommen. Aber ich meine Versicherungen ist dann als ein Thema, das ist keine Sache, die ich halt in Session kaufe, sondern es ist ein Thema, wo die Leute sich auch mal informieren werden, heißt wenn dieser User wieder abspringt und googelt, und findet das Produkt nicht mehr wieder, dann ist er bei der Konkurrenz ganz einfach oder er ist halt eben auf einer anderen Seite also es ist ganz einfach sauber durchgetrackt und, und, und, also wie viel, je nachdem wie viele Anbieter irgendwo mit involviert sind und das ist halt schwierig, heißt also es muss noch mal verdammt noch mal wiedergefunden werden können und das ist nur, wenn du halt SEO und SEA 100% im Griff hast und wenn ich mir anschaue wir haben heute noch die Situation, dass bei uns im Unternehmen anfragen, die dann halt meinen wir sind jetzt neu. Wir wollen Reichweite aufbauen, ganz viel Reichweite und wer macht euer SEO, SEA? Und dann findest du relativ schnell heraus, dass es zu keinem Zeitpunkt auf dem Schirm war. Was soll denn da passieren? Ich meine vor allem wenn es dann Produkte sind, die es nur im Internet gibt, also das ist doch ein bisschen so weiß ich auch nicht, also das zeigt mir als erstes das Agentur Thema ist längst nicht abgehakt, also man braucht weiterhin Agenturen, die Expertise haben, die sie den Kunden mitgeben können, alle Agenturen, ob das jetzt eine Agentur ist, die halt eher aus dem Google Aus der Google Ecke. Google Ecke kommt oder halt eben aus der programmatischen Ecke, da kommt es immer darauf an, dass sie halt Hand in Hand, so wie wir das machen, arbeiten und sich halt den Ball dann halt entsprechend zuspielen, aber auch Kunden, die halt entsprechend offen sind, halt sich entsprechende Beratung auch anzuhören, um das ganze herunter werden zu lassen, weil das ist eben auch so ein Problem mit Kunden, dass sie halt meinen, wenn sie so 3, 4 Workshops zum Beispiel von Google auf YouTube konsumiert haben, dass sie das alles alleine können und das sehe ich halt als ein kleines Problem und das ist so eine Sache. Es gibt kaum ein Unternehmen, dass es so offensiv anbietet, also wie Google, so diese Tutorials, wo dann halt eben leider Menschen mit Halbwissen entstehen und die machen es ja nicht besser. Die Google Tutorials haben natürlich das Ziel Klick-Optimierung, weil damit verdient Google sein Geld. Und oft ist das ja nicht das Ziel vom Unternehmen. Das ist auch die Kritik, die man da oft anbringen muss. Thema Kunden Also wenn man das Thema Display Programmatic darüber nachdenkt, also ich hab ja immer so einen riesen Kunden im Kopf. Also es müssen irgendwelche großen Brands sein, die riesen Media Spendings haben. Kannst du dazu mal was sagen? Ja, also für mich ist es einfach eine, wie gesagt, wir gehen halt datengetrieben vor. Das heißt, dass wir im Vorfeld schon mal eine sehr chronische Analyse der tatsächlichen Zielgruppe machen. Das heißt, wenn du das richtig machst, also zum Beispiel datenbasiert arbeitest und den Cutt-off möglichst hoch hälst, Cut-off in dem Fall die Datengüte möglichst hoch hälst, dann ist auch die Anzahl Und wie macht man das? Wir bauen uns zum Beispiel Segmente selber, so Datensegmente individualisiert auf die Bedürfnisse des Kunden, zugeschnitten auf die Zielgruppe fokussiert, die erreicht werden soll. Und nehmen wir mal den klassischen Hipster. Wir sind hier gerade in Köln. Wir haben halt vom Agnesviertel bis runter in die Südstadt also eine ganze Reihe von Hipster Typen, die grundsätzlich eine Sache teilen, das Skateboard unter Umständen und das, ich sag mal nachhaltige Essen, aber dann halt zum Beispiel politische Lager, die sich halt von Nord nach Süd massiv unterscheiden. Im Süden haben wir die rot, rote, grüne Ecke und quasi hier in der Gegend haben wir die komplett orientierungslose Ecke und Dann gehen wir Richtung Norden. Dann haben wir halt dort die besagte so Richtung CDU Grün, so ein Mix-up so, aber trotzdem haben sie ja Gemeinsamkeiten. Aber wenn ich sie jetzt ansprechen sollte, müsste ich schon oder sollte ich zumindest, weil diese Leute reflektierter sind in der Regel, also schon irgendwo ein Wunsch nach individueller Ansprache haben, ein Werbemittel, das halt eher so einen konservativen Anstrich hat, wird halt im Norden klingeln, im Süden wird es auf Ablehnung stoßen. Das heißt die Werbemittel werden auch datenbasiert ausgesteuert? Zumindest konzipiert, also konzipiert, dann kreiert und dann angesprochen genutzt. Aber das wie gesagt, erst mal zum Thema Daten, wie wir damit umgehen, aber du sagtest gerade, also die Frage war ja: Ist es nur was für große und nicht nur für kleine? Ich persönlich bin der Meinung, dass speziell kleine Unternehmen oder kleine Mittelständler davon profitieren können, weil man a) sehr viel mehr über ihre Zielgruppen weiß. Man führt mit ihnen zusammen skalieren kann, man weiß halt genau, wen man ansprechen möchte und der Waste of Marketing Budget ist halt wesentlich geringer, als es beispielsweise bei großen ist, also große Marken, bei denen geht es halt, dass sie ihre Reichweite halten. Eine filigrane Arbeit ist da glaube ich gar nicht mehr so notwendig, wenn da halt über Programmatic geredet wird, dann ist es halt eben große Media Budgets von A nach B verschieben. So what, das ist nicht mein Interessensgebiet. Aber ist eine kleine oder mittlere Marke Also der typische Schraubenhersteller aus dem Sauerland, der jetzt Online Marketing machen will, weil Messen nicht mehr funktionieren. Richtig. Er will halt a) was von seiner Zielgruppe lernen, wo ist sie gerade unterwegs? Das ist ja für ihn total interessant. Also sprich, wo sind meine Katalog Besteller von früher hin? Also Teile werden halt ersetzt worden sein durch die jüngeren Leute, wo es vielleicht übergeben wurde. Ich meine mein Großvater, der hat sich halt diesem Umfeld betätigt im Metallhandel, hat halt Jahre lang selbst weit über 70 Jahre, 80 Jahre noch gemeint er schreibt die Zettel per Hand oder die Brief, Geschäftsbriefe per Schreibmaschine und war total verwundert a) dass in derselben Zeit, wo er einen Brief abgeschickt hat, schon ungefähr 20 E-Mails, das war ihm nie bekannt dieses Hexenwerk E-Mail, er hat es nie verstanden, besser gesagt, da hin und her geschickt wurden und er nicht mehr dran geblieben ist. Natürlich hat man ihn noch machen lassen so in einem geschützten Gehege, aber ob das jetzt wirklich sinnvoll für das Unternehmen war sei dahin gestellt. Aber seine ganzen Kompagnons, die gab es zum Teil gar nicht mehr. Und diese ganzen Commitments aus den 60er Jahren, 70er Jahren 80er Jahren, die existierten auch nicht mehr. Ja, das gab es auch nicht mehr. Die Welt verändert sich halt und das heißt auch speziell für solche, wo sich Unternehmen, die halt eben, also sprich unsere deutschen Traditionsunternehmen, da muss halt eben auch ein Umdenken passieren. Wie setze ich mir, wie schaffe ich es jetzt halt beim vielleicht jungen Lehrling oder beim jungen ja Gesellen mich halt eben zu platzieren, dass der wenn er das nächste Mal in den Baumarkt geht, er meine Schrauben kauft als die von meinem Wettbewerb oder halt irgendwelche Marken aus dem Ausland, die halt dann eben durch gewisse Preise sich halt im Baumarkt besser aufstellen können. Aber wir wollen ja Qualität haben und die Qualität wird dann halt eher eben durch Berichtige mich, wenn ich da falsch liege, aber Qualität sehe ich dann eher aus den aus dem deutschen Land als halt irgendwo aus anderen Ländern gegeben, gerade in solchen produzierenden Unternehmen, also Deutsche Qualität hat noch was. Und ich meine wir haben halt noch einen anderen Kunden Also ich habe letztens einen Podcast gehört, dass die einzige Chance von Deutschland ist, dieses B2B Segment das halt zu digitalisieren, weil wir halt ein herstellendes Land sind. Richtig. Und dann haben wir noch das andere Thema. Ich meine wir haben ja jetzt gerade noch mal so ein Beispiel aus der jüngsten Geschichte. Es gibt halt einen Präsidenten. Der möchte gerne durch Strafzölle gewisse Materialien nicht mehr in sein Land eingeführt haben. Ziemlich schnell wird klar, dass diese Unternehmen, die in seinem Land sitzen auf diese speziellen Materialien aus seinem Land angewiesen sind, weil die nur hier in dieser Qualität produziert werden und nirgendwo anders. Und das ist einfach so und das spricht für sich und darum ist halt eben mal wieder, auf das kleine Beispiel zurück, für diese kleinen Unternehmen ist es existenziell wichtig sich halt eben bei diesen Zielgruppen auch mit kleinen Budgets zu platzieren, einfach eine Sichtbarkeit zu schaffen und dann halt letztendlich auch diese Insetter. Ist das Thema Daten für mich relevanter, diese Daten über diese Zielgruppen zu gewinnen, um zu wissen wie sind die unterwegs? Wie muss ich mich halt auch in der Kommunikation, der Außenkommunikation positionieren? Aber auch was anderes, was nicht so auf dem Schirm ist bei manchen was bei manchen, was ist mit HR? Auch hier kann ich halt eben datenbasiert vorgehen und halt eben zum Beispiel bei der Nachwuchsgewinnung unterstützen. Da sind halt manche Unternehmen, die sind vollkommen unbekannt. Warum sollte man sich da bewerben? Und wie kriege ich es hin halt eben so einen Bewerber anzusprechen und halt über die Vorteile einer Ausbildung und halt einer Übernahme in meinem Betrieb, der vielleicht nicht so fancy wie in Berlin oder Hamburg oder München oder sonst irgendwo. Der Schraubenbetrieb im Sauerland. Ganz genau. Wie kriege ich es hin diese Person von den Vorteilen einer Arbeit bei mir zu überzeugen und das ist, wie gesagt, auch noch mal ein Weg halt für diese Unternehmen auch mit überschaubaren Budgets sich halt eben eine Position zu verschaffen, auch gegenüber den großen Ausgaben von renommierten Marken, die man irgendwie so kennt, die die auch den langen Atem haben, das Rückgrat haben, um da einfach mal die Gießkanne draufzuschicken. Genau. Und diese Gießkanne, das ist wie gesagt, ihre Stärkung und gleichzeitig auch ihre Schwäche finde ich. Also um die Präsenz, ja, aber wer nimmt es noch wahr so? Das heißt euer Ansatz ist dann Man steckt lieber vorher ein bisschen mehr Gehirnschmalz rein, macht sich eine saubere Datenbasis, um dann langfristig, ja, gute Zahlen also, Richtig, also es geht um Nachhaltigkeit. Es geht darum, dass das Unternehmen morgen, übermorgen und auch in 15 Jahren noch da sein wird. weil sie sich einfach jetzt mit den Sachen auseinandersetzt, weil wie gesagt, die Daten stehen alle zur Verfügung, die da draußen sind, die man nutzen kann. Nutzerdaten in allen möglichen Formen sind existent und ein holländisches Unternehmen, belgisches Unternehmen, französisches Unternehmen haben Zugriff darauf so wie wir auch. Also ich rede jetzt nicht von irgendwelchen personenbezogenen Daten, sondern einfach Nutzerdaten, User-Daten, die halt durch das ganz normale Interagieren des Endverbrauchers oder das des Users im Internet halt gesammelt werden oder halt zur Verfügung stehen. Und der eine nutzt sie, der andere nicht. Und wir wollen ja vermeiden, dass wir noch mehr Insolvenzen von renommierten deutschen Unternehmen haben. Ganz im Gegenteil. Wir wollen diesen Standort sichern und wenn ich es jetzt einfach auf das ganz einfache Beispiel komme, wenn jeder sich mal so ein bisschen anschaut, woher kommen denn mittlerweile meine Waren, also wenn ich jetzt bei Amazon mal gucke, was ich da so bestelle, ja weiß man ja gar nicht. Ich habe da sehr häufig mittlerweile Sachen aus UK, Ich hab gestern halt Brillengläser aus den Vereinigen Staaten geliefert bekommen. Da achtet man ja eigentlich gar nicht mehr drauf. Und das ist halt eben so ein Thema, also es ist halt etwas, was durch Amazon DHL, UPS und andere Services relativ schnell sichergestellt werden kann, dass halt Waren sehr schnell von einer Ecke der Welt zur anderen Ecke der Welt geliefert werden und das halt eben auf Basis von Verfügbarkeiten Verfügbarkeiten, die halt ja ein Händler hat es geschnallt, er bietet etwas an global und halt solche Plattformen machen es dann möglich. Also das es halt dann schnell wie gesagt, transportiert werden kann und dann halt eben da ist in einer sehr schnellen Geschwindigkeit und das halt eben nicht unbedingt zu Gunsten des deutschen Marktes. Im Endeffekt geht es darum die User glücklich zu machen. Richtig. Was würdest du jetzt noch abschließend sagen, wenn du jetzt noch eine Botschaft hast zum Thema Programmatic Advertising? Zum Programmatic Advertising, also ich meine wer es schon nutzt, der sollte es challengen, weil es ist halt eben eine Sache, die unglaublich in Bewegung ist und was ich gestern empfohlen habe, kann heute schon überholt sein. Sachen, also das sehe ich halt in meinem eigenen Arbeiten, dass halt Sachen, wo ich vor 3, 4 Jahren noch mit absolut happy war, die ich wo ich 100% dahinter stand, die sind zum Teil dann halt wieder überholt, weil es sich einfach entwickelt hat. Aber ich bin halt wie gesagt immer wieder erstaunt, wie häufig ich auf die Situation treffe, dass Leute immer noch in einem Stack und einer Ausstellung stehen wie vor 5 Jahren so und das ist halt eben, ich meine, gerade das Gute, dass es halt ein großes Makro bei Google ist, dass sehr viele Unternehmen ein und dasselbe Stack fahren und das ist gefährlich, weil wenn ich halt eben das übliche Stack habe wie mein Display Advertising mit GDN, mein E-Mail Marketing über irgend ein CRM, mein Retargeting am besten gleich mit drei Anbietern, um halt auf Nummer sicher zu gehen, Affiliate noch dabei, das auch über mehrere Anbieter, Facebook, Instagram, YouTube und ganz viele andere Kanäle, aber überhaupt nicht miteinander, aufeinander abgestimmt, wo halt zum Teil auch auf Unternehmensseite verschiedene, die Botschaft, aber auch verschiedene Verantwortliche auf den jeweiligen Bereichen, aber die nicht mal miteinander synchronisiert sind. Dann hast du ein Eldorado des oder wirklich ein alles wieder angesprochen. Es kommen ganz viele Informationen aus allen Richtungen zusammen, aber irgendwo arbeitet da keiner Ja, jeder in seinem Silo. Aber nicht nur auf wie gesagt externer Seite, sondern auch auf interner Seite und das geht es halt aufzubrechen und bei Programmatic, das kann man halt aufgrund der rasanten Geschwindigkeit der Entwicklung permanent challengen und man sollte sich halt wirklich immer anschauen, was sind die Trends und dann auch wirklich das Thema Transparenz einfordern und das heißt nicht nur in Bezug auf wo geht mein Media Euro hin, sondern auch auf die Mechaniken und den Hintergrund für die eine oder andere Entscheidungen in Bezug auf die eine oder andere Empfehlungen und, wie gesagt, bei dem Thema Tag, sollte man darauf achten, dass man nicht unbedingt eins zu eins dasselbe fährt wie der Wettbewerb, sondern eher schauen wie kann ich gemeinsam mit Agentur oder vernünftigen Beratern etwas entwickeln, was mir hilft einen Wettbewerbsvorteil, mindestens technisch zu erlangen. Ja, das würde ich gerne noch mitgeben. Cool. Danke dir! Danke auch! Und bis bald mal wieder! Ja.

1 thought on “Programmatic Advertising: Definition und Vorteile | morefire Kneipentalk

  1. Schreibe jetzt meine Masterthesis über Programmatic. Tolles Video mit guten Einblicken – vor allem, wenn man in dem Thema noch nicht so tief drin ist.

Leave comment

Your email address will not be published. Required fields are marked with *.